Brandschutznachweis für ein Hotel in Oberbayern: Sicherheit im Bestand prüfen und optimieren
Ein inhabergeführtes Hotel in Oberbayern, über Jahre mehrfach umgebaut und erweitert: Die Betreiber wollten wissen, wo ihr Haus beim Brandschutz steht. Diese Case Study zeigt, wie wir den Bestand nach BayBO und Beherbergungsstättenverordnung bewertet und die Sicherheit der Gäste ohne aufwändigen Umbau verbessert haben.

Das Projekt in Zahlen
- Gastbetten – Beherbergungsstätte nach BStättV
- Prüfbereiche systematisch bewertet
- GebäudetypSonderbau
- OrtOberbayern, Bayern
- Jahr2026
- LeistungNachweise
- Lesezeit3 Min.
- BauherrVertraulich
Auf einen Blick
Herausforderung
Gewachsenes Bestandshotel mit mehr als 12 Gastbetten – Sonderbau mit erhöhten Brandschutzanforderungen.
Lösung
Begehung, systematische Bewertung, Prüfung des Bestandsschutzes und gezielte Kompensation statt Umbau.
Ergebnis
Mehr Gästesicherheit ohne aufwändigen Umbau und eine solide Grundlage für künftige Umbauten.
Die Aufgabe: Ein gewachsenes Hotel auf den Prüfstand stellen
Das Hotel wurde über die Jahre mehrfach umgebaut und erweitert. Die Betreiber wollten wissen, wo ihr Haus beim Brandschutz steht und wo es Verbesserungspotenzial gibt. Ihr Ziel: die Sicherheit von Gästen und Mitarbeitern langfristig gewährleisten.
Mit mehr als 12 Gastbetten gilt das Hotel in Bayern als Beherbergungsstätte im Sinne der BStättV und damit als Sonderbau. Für einen Brandschutznachweis im Hotel bedeutet das deutlich höhere Anforderungen als bei einem Wohngebäude.
Region
Oberbayern
Objekt
Inhabergeführtes Hotel im Bestand
Einstufung
Beherbergungsstätte, Sonderbau nach BayBO
Leistung
Brandschutznachweis für ein Bestandsgebäude
Unsere Lösung: Brandschutz im Bestand mit Augenmaß
Nach einer Begehung haben wir den Bestand systematisch bewertet:
- Schritt 1
Begehung und Bestandsaufnahme
Wir haben das Haus vor Ort begangen und Bauteile, Treppenraum, Flure, Rettungswege, Anlagentechnik und die Möglichkeiten der Feuerwehr systematisch bewertet.
- Schritt 2
Stärken des Bestands erkennen
Vieles war bereits gut umgesetzt, etwa der Treppenraum mit direktem Ausgang ins Freie und Entrauchung, die Sicherheitsbeleuchtung und kurze Rettungswege gemäß Beherbergungsstättenverordnung.
- Schritt 3
Bestandsschutz prüfen, gezielt kompensieren
Wo das Gebäude nicht dem heutigen Stand entspricht, haben wir den Bestandsschutz sauber geprüft und gezielte Kompensationsmaßnahmen entwickelt.
Kompensation statt Umbau: funkvernetzte Rauchwarnmelder
Ein Beispiel für die entwickelten Kompensationsmaßnahmen sind funkvernetzte Rauchwarnmelder im gesamten Haus. Sie alarmieren bei Rauch alle Bereiche gleichzeitig und ermöglichen eine schnelle Evakuierung, ohne aufwändigen Umbau.
Das Ergebnis
Die Betreiber haben einen klaren Überblick über den Brandschutz ihres Hotels und eine wirksame, wirtschaftliche Lösung zur Verbesserung der Gästesicherheit. Für künftige Umbauten liegt eine solide Planungsgrundlage vor.
Häufige Fragen zum Brandschutz in Hotels und Pensionen
Die BStättV gilt für Beherbergungsstätten mit mehr als 12 Gastbetten. Diese Betriebe sind zugleich Sonderbauten und unterliegen erhöhten Brandschutzanforderungen.
Ein rechtmäßig genehmigtes Gebäude muss in der Regel nicht an jede neue Vorschrift angepasst werden. Bei wesentlichen Umbauten, Nutzungsänderungen oder erheblichen Gefahren können die Behörden aber Nachrüstungen verlangen.
Nicht pauschal. Im Bestand können sie eine sinnvolle Kompensation sein, wenn sie alle Bereiche zuverlässig alarmieren. Ob das im Einzelfall ausreicht, sollte ein Brandschutzplaner bewerten und mit der Behörde abstimmen.
Spätestens vor Umbauten, bei einem Betreiberwechsel oder wenn Versicherung oder Behörde nachfragen. Auch ohne Anlass lohnt sich ein Check, gerade bei Häusern, die über Jahrzehnte gewachsen sind.
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